07.12.2003 Ost-Schwedische Schären (Revier/Ausland)

 

In KANU-SPORT berichtet Wolfgang Prause in dem Beitrag:

 

„Durch die ostschwedischen Schären (Küste: Ostee)“

 

über eine 14tägige Rundtour durch eine beeindruckende Insellandschaft unterhalb Stockholms.

 

Im Gegensatz zu den west-schwedischen Schären oberhalb von Göteborg ist die ost-schwedischen Schärenkette:

 

·         etwas dichter und breiter (d.h. man kann ab Höhe Blankholm fest immer im Inselschutz paddeln),

·         etwas lieblicher (d.h. die Felseninseln sind dem Wind & Seegang nicht so ausgesetzt),

·         und - mit Ausnahme der Außenschären - bewaldeter (d.h. Kiefern prägen das Landschaftsbild und nicht nackter Granitfels).

·         Dafür muss man fast immer an mehr oder weniger steil aufragenden Granitfelsen anlanden, während man in den west-schwedischen Schären relativ häufig sandige Felsnischen vorfindet, die zum Anlanden und Zelten wie geschaffen sind.

 

W. Prause startet seine Tour in Oskarshamn und paddelt bis kurz unterhalb von Arkösund. Als weitere Startorte werden (die Zeltplätze von) Loftahammar und Västervik empfohlen, aber man kann natürlich auch von den Zeltplätzen in Blankaholm und Gryt aus starten, letztlich von allen Küstenabschnitten, wo eine Straße hinunter an die Ostsee führt. Der interessanteste Abschnitt der Tour liegt oberhalb von Gryt, da hier die Schärenketten mehrere Kilometer breit ist.

 

Im Beitrag werden alle größeren Inseln aufgezählt, wo entlang gepaddelt wird. Aber eigentlich ist das nicht sehr wichtig; denn man kann überall entlang paddeln, sofern das Wetter mitspielt, wenn gewünscht sogar im täglichen Wechsel zwischen Innen- und Außenschären. Die Insellandschaft ist in seiner für die Schärenlandschaft typischen Charakterisitik so abwechslungsreich, dass man immer interessante Passagen findet. Meist merkt man es nur auf der Karte, aber erkennt es nicht vor Ort, wenn man eine Passage Tage später wieder zurück paddelt. Insofern bieten sich bei einer Tour durch die ost-schwedischen, aber auch den west-schwedischen Schären Rundtouren an. Man kann so einen Tag länger paddeln, und zwar genau jenen, den andere benötigen, um ihre Autos zu holen.

 

Einkaufsmöglichkeiten gibt es unterwegs bei Blankaholm, Västervik, Loftahammar und Gryt. Dort kann man auch Trinkwasser nachfüllen. Wer das verpasst, muss große Umwege Richtung Festland paddeln bzw. bewohnte Schären anlaufen und dort – sofern die Besitzer überhaupt anwesend sind - seinen Nachschub „erbetteln“.

 

Empfohlen werden die „Bla Kartan“ im Maßstab 1:100.000, Nr. 65 und 85 (die m.E. nicht mehr neu aufgelegt werden(?)). Ich persönlich neige jedoch dazu, auf die topografischen Karten „Gröna kartan“ im Maßstab 1:50.000 zurückzugreifen, und zwar auf die folgenden Nummern (in aufsteigender Reihefolge von Süd nach Nord):

 

·         ab Oskarshamm: Nr. 6G-SO, 6H-SV;

·         ab Blankaholm: Nr. 6G-NO,

·         ab Västervik/Loftahammar: Nr. 7G-SO; 7H-NV,

·         ab Gryt: 8H-SV; 8H NV.

 

Quelle: KANU-SPORT; Nr. 12/03, S.28-32 – www.kanu.de

Kartenbezug: z.B. NORDIS VERSAND – Elch@nordis-veresand.de

Seewetterbericht: Deutsche Welle über 6.075 kHz (um 13.55 Uhr)