25.01.2004 Querung Irische See (Revier/Ausland)

 

Im britischen ISKA-NEWSLETTER berichten Rob Cunliffe & George Arnison in dem Beitrag:

 

„Crossing the Irish SeaAnglesey to Dun Laoghaire

 

über eine Querung der Irischen See in Einer-Seekajaks. Gestartet wurde im August 2003 in Porth Dafarch (nahe Holyhead/Anglesey auf Wales) und angelandet wurde 20 Stunden später nach knapp 120 km in Dun Laoghaire (Dublin Bay/Irland).

 

Der Tour vorausgegangen waren entsprechende Trainingskilometer bei Tag und Nacht. Gestartet wurde abends um 21 Uhr kurz vor Einbruch der Dunkelheit, um während dieser kritischsten Phase der Querung möglichst fit zu sein. Auf Grund der Aufregung war es ihnen jedoch nicht möglich, zuvor während des Tages etwas zu schlafen. Bedingung für die Tour war, dass der Seewetterbericht keinen Wind über 3 Bft. voraussagte. Die Seekajaks selber wurden mit einem Mast ausgerüstet, der ein weißes Top-Licht trug. Auf Anraten der Coastguard wurde der Mast mit Alu-Folie umwickelt, in der Hoffnung, dass dies von Radargeräten entdeckt wird. Während der Tour herrschte des Nachts völlige Dunkelheit, da der Mond nicht schien.

 

Vor dem Start meldeten sie sich bei der Coastguard ab. Während der Tour selber stoppten sie jede Stunde für 5 Minuten, um sich zu verpflegen und den Kurs per GPS zu kontrollieren. Alle paar Stunden nahmen Sie auch Kontakt per Handfunkgerät mit der britischen , später mit der irischen Coastguard auf. Die ersten 12 Std. hatten sie einen Schnitt von knapp 6 km/h.

 

Als am problematischsten erwies sich der Schiffsverkehr. Zunächst waren es nur ein paar Fischerboote, die in der Dunkelheit ihren Kurs kreuzten. Am Morgen setzte jedoch Nebel ein. Die Sicht verminderte sich auf 100 m und sie befanden sich mitten im Fahrwasser: Der erste Frachter kam vorbei: Sie hörten nur das Nebelhorn. Dann nahmen sie die immer lauter werdenden Maschinengeräusche eines größeren Schiffes wahr. Später schoss ein Hochgeschwindigkeits-Katamaran knapp 200 m an ihnen vorbei.

 

Quelle: OCEAN KAYAKER (ISKA), No. 56/Febr.04, S.6-8 – www.seakayak.co.uk