08.04.2004 Upernavik (Grönland) (Revier/Ausland)

 

In KANU SPORT berichtet Günter Siebke in dem Beitrag:

 

„Upernavik – mit dem Kajak am Inlandeis“

 

über ein grönländisches Küstenkanuwanderrevier, welches er von Upernavik (nahe Thule) aus befahren hat. Da er kein „Weitpaddler“ ist, hat er sich bei seiner vierwöchigen Rundtour auf die Erkundung der näheren Umgebung konzentriert, einer Gegegend, die auch im Sommer von Eisbären aufgesucht wird.

 

Die Anreise erfolgte per Flugzeug von Kopenhagen nach Kangerlussuaq und weiter per Propellermaschine nach Ilulissat und dann per Hubschrauber nach Upernavik. Dorthin wurde auch von Aalborg (DK) aus die gesamte Ausrüstung per Schiff versandt.

 

Über Landschaft, Klima & Gefahren ist zu diesem sehr weit nördlich liegenden Gebiet u.a. Folgendes zu lesen.

 

Landschaft: „Vorherrschend sind Hochgebirgslandschaften; durchzogen von Fjorden und Sunden. Eisberge, Gletscher und Inlandseis sind allgegenwärtig. Die Küsten sind grasbewachsen, Moränenlandschaften oder nackter Fels. Zeltplätze zu finden, ist meist problemlos.“

 

Klima: „Der arktische Sommer währt von Juni bis August, aber auch dann kann es jederzeit Schneefall, Kälteeinbrüche und Stürme geben. (Manch Kanute hat sich dort oben bei seiner Tour schon Erfrierungen an den Füßen zugezogen!) Da das Meereis kaum vor Mitte Juni aufbricht, sind Kajaktouren eigentlich nur in den Monaten Juli und August möglich, der September kann schon wieder winterlich sein.“

 

Gefahren: „Wie überall in der Arktis: In erster Linie Unterkühlung, daher Kenterungen verboten! Eisbären sind im Sommer sehr selten. Eisberge stets mit Respekt behandeln, d.h. Abstand halten, keineswegs betreten! Wenn Eisberge in der Nähe sind: Rast- und Zeltplatz einige Meter über der Hochwassermarke wählen. Bei großen Gletscherabbruchkanten noch wesentlich höher lagern.“

 

Quelle: KANU SPORT, Nr. 4/04, S.24-27 – www.kanu-verlag.de

Landkarten: amtliche dänische Landakrten 1:250.000

Literatur: weitere Berichte von in der Arktis durchgeführte Touren findet man in G.Siebkes Buch: „Seekajakziele. Traumküsten in Europa und Übersee“ (1999, S.88-124).

Link zu weiterer Grönland-Literatur:

è www.kanu.de/nuke/downloads/Kuestenliteraturliste-Touren.pdf

è www.kanu.de/nuke/downloads/Online-Kuestenliteratur-Touren.pdf