25.08.2004 Bretonische Küste (Frankreich/Atlantikküste) (Revier/Ausland)

 

In der Zeitschrift SEGELN berichtet W.Kusekops in dem Beitrag:

 

„Bretagne: Europas wildes Ende“

 

über jenen Teil der Bretagne, der an der Atlantikküste liegt und von Brest bis zum Golf von Morbihan reicht.

 

U.a. ist Folgendes zu diesem Revier zu lesen:

 

„Die Bretagne ist ein gezeitengeprägtes, anspruchvolles Revier: eine abwechslungsreiche Küste mit zahlreichen Buchten zwischen felsigen Kaps, vielen Häfen, eine Vielzahl vorgelagerter Inseln.

 

Das Vorurteil, die Bretagne sei ein sturmreiches Schlechtwettergebiet, ist falsch. Nur im Winter von Nov. bis Febr. ist es überwiegend stürmisch und verregnet. Von April bis Okt. wechseln Hochdrucklagen (Keil des Azorenhochs) mit Einflüssen nordatlantischer Tiefs, die meist über England hinweg ziehen. Insbesondere die Süd-Bretagne ist im Hochsommer nicht selten subtropisch warm. In der West-Bretagne gibt es allerdings gerade im Hochsommer manchmal Nebel. Wenn es regnet, dann richtig. Allerdings klart es auch umso schneller wieder auf.

 

Westliche Winde herrschen vor (Hinweis für Kanuten: Brandungsgefahr), doch kommt es in Küstennähe bei Hochdrucklagen oft zu thermischen Winden (Land-/Seewind) (Hinweis für Kanuten: Tagsüber führen Seewinde zur Verstärkung des Windes aus West bzw. zur Verminderung des Windes aus Ost). Die mittlere Windstärke liegt im Winterhalbjahr bei 4 – 5 Bft., doch ziehen dann oft Sturmtiefs über das Revier. Im Sommer liegt die mittlere Windgeschwindigkeit bei 3 – 4 Bft., doch können in allen Monaten atlantische Tiefdruckgebiete Starkwinde von 6 – 8 Bft. bringen.“

 

Quelle: SEGELN, Nr. 9/04, S.92-97 – www.segelnmagazin.de