5.09.2004 Insel Milos (Griechenland) (Revier/Ausland)

 

In KANU SPORT berichtet Sven Stein in dem Beitrag:

 

„Mit dem Kajak um die Insel der Venus“

 

über eine Tour um die Kykladeninsel Milos (ca. 130 km):

 

„Die Insel Milos – das sind weiße Felsen, rote Klippen, dunkle Höhlen und kristallklares Meer. Das sind aber auch idyllische Dörfer, Tavernen und der Ort, an dem die berühmte „Venus von Kilo“ entdeckt wurde. Wer Traumlandschaft, einsame Strände und Dorf-Leben ohne Massentourismus sucht, ist hier mit dem Seekajak genau richtig.“

 

Zur Reisezeit ist Folgendes zu lesen:

 

„Die besten Paddelbedingungen herrschen zwischen April und November. Wer’s gerne warm mag und nicht nur Paddeln, sondern auch Schwimmen und Schnorcheln will, sollte im Hochsommer (Juli, August) reisen. Im April und Mai ist Frühling auf der Insel: Dank blühender Wildblumen ist Milos besonders schön. Wer’s einsam mag: Im Winter haben Kajakfahrer die Insel fast für sich allein.“

 

Zu den Gewässerbedingungen:

 

„Die Kajakbedingungen rund um Milos sind ideal auch für sportliche Seekajak-Anfänger. Sie sollten sich aber einem ortskundigen Führer anschließen. Erfahrene Seekajak-Fahrer finden vor allem entlang der gesamten Südküste und in den kleinen Häfen und Badebuchten im Norden perfekte Startpunkte für individuelle Touren. Ambitionierte Paddler können die Insel innerhalb einer Woche umrunden, sollten sich aber nicht nur mit Proviant für die einsamen Gegenden versorgen, sondern auch das zu erwartende Wetter genau studieren. Auch im Sommer kann ein starker Wind wehen, der dann für hohe Wellen sorgt. Die Windstärke ändert sich im Laufe eines Tages kaum. Vielmehr bleiben die Windbedingungen oft für zwei bis fünf Tage konstant. Wetter-Infos gibt’s zum Beispiel unter www.weatheronline.co.uk.“

 

Quelle: KANU SPORT, Nr. 9/04, S.4-7 – www.kanu-verlag.de

Links für Seekajakvermietung und geführte Touren: www.seakayakgreece.com

 

Anmerkung: Das Hauptproblem von Touren in der Ägäis ist der Wind. Insbesondere in den heißen Sommermonaten (Ende Juni bis Anfang September) kann sich der Meltemi voll entfalten. Der bläst dann so kräftig, dass es schon mal passieren kann, dass einen ganzen Sommermonat lang kein Touristenausflugsdampfer ein Inselumrundung unternimmt. Wer also nicht an den geführten Touren teilnehmen möchte und so von den Vorteilen der lokalen Revierkenntnis profitieren möchte, sollte sein Tour möglichst in den Monaten Mai, Juni planen. Übrigens ab Oktober setzen auch in der Ägäis Herbststürme ein, die teilweise so kräftig blasen, dass noch nicht einmal die Fährschiffe fahren: „Vor allem der vorherrschende Nordwind, der auch im Sommer mal mit sieben Windstärken pustete, kann aus einer lockeren Paddeltour schnell einen aufregenden Trip durch tosende Wellen machen.“