14.06.2005 Iles d’Hyères“ (Mittelmeer) (F) (Revier/Ausland

 

In KANU MAGAZIN stellt Gerd Kassel in dem Beitrag:

 

„Robinson, wo bist du? Inseltrekking auf den Iles d’Hyères“

 

das Revier der im Mittelmeer an der Côte d’Azur zwischen Cannes und Marseille liegenden Inselkette der Iles d’Hyères mit 3 Tourenvorschlägen vor:

 

1)      Fischerhafen La Madrague – Umrundung Halbinsel Prequ’lle de Giens (entgegen dem Uhrzeigersinn) – Anlanden Sandstrand im Osten – 2 km Bootswagen-Umsetzaktion zum Weststrand – zurück nach La Madrague.

2)      Fischerhafen Port du Niel (Halbinsel Prequ’lle de Giens) – Kurs Porquerolles – Leuchtturminsel Ile du Grande Ribaud – Porquerolles (Südwestspitze) (mit Pausenmöglichkeiten an den Stränden der Nordseite) – retour.

 

3)      Richtung Ile de Porquerolles – Grande Passe (10 km Querung) – Ile de Port-Cros – Ile du Levant – retour (ca. 90 km) (Rückfahrtmöglichkeit auch mit Fähre bei Mistralgefahr!).

 

Zu den Gewässerschwierigkeiten schreibt G.K. u.a.: „… wie überall beim Küstenpaddeln, so sollte man auch im französischen Mittelmeer ein waches Auge auf Wolken und Wetter haben. Denn wenn der Mistral (weht insbesondere im Frühjahr und Herbst an 30% aller Tage) aufzieht, ziehen Paddler besser ab. ... Die Vorstellung, hier zu kentern und an der Felswand zu Hackfleisch zermalmt zu werden, ließ den Adrenalinspiegel steigen. Hohe Dünung, brechende Wellen, gefährliche Kreuzseen an spitzen Felsenkaps .. erforderten höchste Konzentration und Können … aber die Freude an den sich ständig verändernden Wellen, den vielfältigen Blau- und Türkistönen des Himmels und Meeres, den herrlichen Steilküsten und versteckten Badebuchten ist meist größer als die Angst. ...“ Leider wird versäumt, etwas über die Gefahren zu sagen, die insbesondere in den heißen Sommermonaten von den thermischen Winden (hier: Seewind) ausgehen können; denn i.d.R. setzt täglich so ab 11 Uhr dieser stets auflandige, mit 4-5 Bft. wehende Wind ein und sorgt für ordentliches Kabbelwasser entlang der mit Felsen durchsetzen französischen Küstenlandschaft.

 

Über die Übernachtungsmöglichkeiten kann Folgendes dem Beitrag entnommen werden:

„… hier auf den Iles d’Hyères scheint alles etwas anders zu sein. Die Inseln genießen als Nationalpark offensichtlich einen besonderen Schutz vor Verbauung und Inbesitznahme durch moderne Kolonisten.“ Ob nun wir Küstenkanuwanderinnen und –wanderer auch zu diesen „Kolonisten“ zählen, darüber erfahren wir nichts Konkretes, außer: „Auf den Inseln gibt es keine Campingplätze. Hier muss man anderweitig Unterschlupf finden. Sollte dies an einsamen Stränden der Fall sein, dann lauten die Regeln: Unsichtbar machen, nicht erwischen lassen, keine Spuren hinterlassen.“

 

D.h. beim Biwakieren ist Vor-, Um- & Rücksicht geboten.

 

Um in Sachen Seewetter stets auf dem Laufenden zu sein, wird empfohlen den SMS-Seewettervorhersagedienst der Firma Wetterwelt in Anspruch zu nehmen (Infos: www.wetterwelt.de ). 30 SMS-Abrufe gibt es für Euro 20,-

 

Quelle: KANU MAGAZIN, Nr. 4/05, S.22-27 – www.kanumagazin.de