05.01.2006 Belize (Revier/Ausland)

 

In KANU SPORT berichtet Walter Grehl in dem Beitrag:

 

„Belize: Faltbootfahrt an der Abenteuerküste“

 

über eine im Jahr 1991 unternommene Tour im Faltboot-Zweier entlang der Inselwelt Belizes (ehemals Britisch Honduras). Belize befindet sich im Südosten der Halbinsel Yucatán und grenzt an Mexiko und Guatemala. Es liegt an der Karibischen See. Wegen Wind & Seegang und teilweise längeren Seepassagen ist die Tour nur für geübte Kanuten mit Küstenerfahrungen geeignet. Angereist wurde über Miami nach Belize City. Dann ging es mit einem kleinen Flugzeug weiter nach Placencia und von dort per Auto an die Küste. Gepaddelt wurde nach Seekarten und Landkarten. Die folgenden Inseln (Cays) und Ortschaften wurden angelaufen: Bugle Cays, Mosquito Cay, Laughing Cay, Silk Cays, Little Water Cay, Ranguana Cay, Round Cay, Pompion Cay, Laughing Bird, Dangriga (Abbruch wegen Sturm). Anschließend wurde von BCelize City eine Besichtigungstour unternommen, und zwar per Bus über Belmopan nach San Ignacio und per Taxi  ins geheimnisvolle Kulturzentrum von Xunantunich.

 

Über Landschaft & Klima u.a. ist Folgendes zu lesen:

 

  • Die Inselwelt der Küstenregion liegt hinter dem Barrier Reef (das zweitgrößte der Welt nach Australien) und ist von den großen Wellen des Meeres weitgehend geschützt.
  • Da das Reef aber 10 bis 20 Seemeilen vor der Küste liegt, baut sich dahinter, bei den häufig kräftigen Winden, wieder beachtlicher Wellengang auf.
  • Viele Inseln sind von Mangroven überwuchert und für uns nicht zugänglich! Seekarten geben durch entsprechende Signatur Aufschluss. Wird sind daher nicht von Belize City gestartet, sondern auf Plancencia ausgewichen.
  • Es gibt traumhafte kleine Inseln mit weißen Korallenstränden und Schatten spendenden Palmen.
  • Kristallblaues warmes Wasser lädt zum Baden und Schnorcheln ein. – Beim Baden keine blinkenden Ketten, Ringe o.ä. tragen, evtl. abkleben, Barracudas könnten zuschnappen.
  • Die Küste zwischen Placencia und Dangriga fällt gegenüber den Cays etwas ab, obwohl es durchaus schöne Strandabschnitte mit guten Zeltmöglichkeiten (aber auch kilometerlange Mangrovenfelder, die ein Anlanden unmöglichen machen) gibt.
  • Das Klima ist mild uns subtropisch mit erfrischenden Brisen aus der Karibik.
  • Die Durchschnittstemperatur beträgt 27° C.
  • Wir sind Mitte März bis Mitte April gefahren und haben heißes Sommerwetter vorgefunden. Sonnenschutz ist wichtig. – Teilweise mussten wir sogar Handschuhe anziehen, um unsere noch bleiche Winterhaut zu schützen. An den Zeltplätzen gab es meistens Schatten spendende Palmen und das mitgeführte Sonnensegel wurde nur selten aufgebaut
  • Wir hatten hier viel Wind und zum Teil beachtliche Brandung.
  • Verpflegung vor Ort in Placencia Village einzukaufen wird zur einzigen Katastrophe. Der kleine Laden (mehr Kiosk) führt nur Nebensächlichkeiten wie Kaffee, Kekse, einige kleine Dosen und etwas Gemüse. Brot gibt es beim Bäcker.
  • Eine weitere Faszination geht von den geheimnisvollen historischen Maya Städten aus (welche jedoch nicht mit dem Kajak, sondern nur über Land zu erreichen sind). Sehr empfehlenswert ist Xunantunich.

 

Quelle: KANU SPORT, Nr. 1/06,S.8-11 – www.kanu.de

Literatur:

Lai,G., Breakfast in Belize (Placencia – Silk Cayes), aus: Sea Kayaker Febr.05, S.20-31

è www.kuestenkanuwandern.de/aktuell.html > Infos v. 15.01.05 (Revier/Ausland)

Amme,M., Inseln der Stille (Belize) (Ostküste Mittelamerika), aus: Yacht 2/03, S.50-59;

s. auch Kurzfassung über "Landschaftscharakter" / "Wind & Wetter":

è www.kuestenkanuwandern.de/aktuell.html > Info v. 17.01.03 (Revier/Ausland)

Stritzky,O.v., Estlands Inseln, Belize, Bahamas u.a. - vom Boot aus gesehen (2001.

Holle,E., Kayaking the Other Belize, aus: SeaKayaker, Winter 93, S.52-57.

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