25.05 2011 Eisbärenangriff auf Kanuten (Spitzbergen) (Revier/Ausland)

 

In READER’S DIGEST berichtet R.Kiener in dem Beitrag:

 

„In den Fängen des Eisbären“

 

von einer versuchten Umrundung (ca. 2.000 km) des Svalbard-Archipels (mit Spitzbergen als Hauptinsel), das die beiden Norweger Sebastian Plur Nilssen (22) und Ludvig Fjeld (22) in Einer-Kajaks unternahmen. Sie starteten am 15. Juli 2010 von Longyearbyen aus und hatten mit Ekstremhuken-Kaps (Nordostland) ihren nördlichsten Punkt erreicht. Dort warteten sie in ihrem Zelt auf besseres Wetter. Das Zelt sicherten sie in ca. 3 m Entfernung mit einem Stolperdraht gegen Eisbären. Wird er berührt, explodieren kleine Sprengsätze. Sie hofften so, einen Eisbären durch die Knallgeräusche zu verscheuchen oder rechtzeitig auf ihn aufmerksam zu werden. So hofften sie, genügend Zeit zu haben, um nach ihren beiden Gewehren zu greifen.

 

In der stürmischen Nacht war es dann so weit. Ein Eisbär (ca. 11 Jahre alt, 3 m groß und knapp 400 kg schwer) fiel über das Zelt her, trampelte es nieder, zerrte Sebastian heraus und schleppt ihn Richtung Strand. Währenddessen suchte Ludvig in dem Tohuwabohu nach seinem Gewehr und dann nach dem Moment, wo er so auf den Eisbären schießen konnte, ohne dabei Sebastian zu treffen. Nach langen Sekunden schoss er ihn in den Rücken, 1x – der Eisbär ließ Sebastian fallen und biss dann nochmals zu -, 2x, 3x … Erst beim vierten Schuss fiel der Eisbär tot um.

 

Per Satellitentelefon wurde das Krankenhaus in Longyearbyen alarmiert. 2 Stunden später landete ein Rettungshubschrauber. Sebastian war schwer verletzt, aber überlebte.

 

Quelle: READER’S DIGEST, Nr. 5/11, S.126-133