21.08.2012 9. Seekajaktreffen Usedom & Co. (Revier/Ausland)

 

 

Das 9. Seekajaktreffen des LKV Mecklenburg-Vorpommern, Bezirk Ostseeküste fand vom 17.-19.8.12 statt. Veranstaltet wurde es von Benno Schmuggerow (KSV Wolgast).

 

Übernachtet wurde dieses Mal nicht in Peenemünde sondern direkt beim KSV Wolgast (liegt auf der Wolgaster Schloßinsel direkt gegenüber Usedom, und zwar nördlich neben der Auto- und Eisenbahnbrücke).

 

Die Wetterlage war optimal: max. 2-3 Bft. Wind, wenn auch die Lufttemperaturen etwas zu hoch waren.

 

 

 

 

Übrigens, die Greifswalder Oie wird auch als das Helgoland der Ostsee bezeichnet. Als einzige der Küste vorgelagerte Insel in der süd-östlichen Ostsee hat die Oie eine besondere Bedeutung für den Vogelzug (ca. 20.000 Vögel werden jährlich beringt). Sie ist ca. 1,5 km lang, max. 570 m breit und 17 m hoch, steht unter Naturschutz und wird seit 1993 vom "Verein Jordsand" betreut. Bei der Oie handelt es sich um den Rest eines sonst nur submarin vorhandenen Moränenrückens. Ursprünglich war die Insel mal größer, was noch an dem ca. 3 km langen Riff im Süden zu erkennen ist. Angelandet werden darf mit Seekajaks nur im Schutzhafen, der im Süden der Insel liegt. Ein kleiner Sandstrand erleichtert dabei das Anlanden. Er bietet sich auch zum Biwakieren an, was jedoch leider nicht erlaubt ist. Wer an einer naturkundlichen Führung interessiert ist, sollte sich vorher anmelden (Tel. 038371-21678).

 

Und die Insel Ruden? Diese 2 km lange, ehemalige Lotseninsel liegt in der Mündung des Peenestroms vor der Insel Usedom und steht ebenfalls unter Naturschutz. Sie gehört der "Deutschen Bundesstiftung Umwelt" (DBU) (genauer: "DBU Naturerbe"), einer gemeinnützigen GmbH, die dafür zuständig ist, den Naturschutz in ehemals militärisch genutzten Gebieten zu sichern. Seit 2009 ist sie auch für die Insel Ruden zuständig. Seitdem ist das Baden auf der ganzen Insel verboten, das Wandern jedoch auf einem Rundweg erlaubt. Für mich am beeindruckendsten ist der 1,2 km lange Wellenbrecher südlich der Insel. So viele Kormorane wie dort habe ich bislang nirgendwo gesehen.

 

 

Individuelles Alternativprogramm: 3-tägige Gepäckrundtour

 

Natürlich kann man das alles auch unorganisiert paddeln. Es bietet sich dabei für seetüchtige Küstenkanuwanderinnen und -wanderer bei entsprechender Wetterlage (max. 3-4 Bft. Wind) z.B. die folgende Gepäcktour an:

 

  1. Tag: KSV Wolgast – (12 km) Fresst o. Peenemünde – (9 km) - Insel Ruden (Hafen auf der Ostseite) – (11 km) - Südostspitze Rügen (Zeltplatz „Surf Oase“ nahe Thiessow) = ca. 32 km;
  2. Tag: Thiessow – (15 km) - Greifswalder Oie – (16 km) - Karlshagen – (8 km)- Zempin (Zeltplatz „Am Dünengelände“) = ca. 39 km;
  3. Tag: Zempin (Camping) – (2 km) – Umtragestelle (vorher erkunden!) – Achterwasser (12 km) – Peenestrom (11 km) – KSV Wolgast = ca. 25 km

 

 

Als Navigationshilfe hinüber nach Rügen bzw. zur Oie und retour wird die folgende Seekarte empfohlen:

 

 

Für die Navigation ’rum um den Nordzipfel von Usedom bieten sich dagegen z.B. die folgende Landkarten an:

 

 

Übrigens, wenn die Wetterlage einem Probleme bereiten sollte, braucht man nicht an Land  zu bleiben:

 

 

Wen es interessiert: Eine Revierbeschreibung zur „mittleren Ersatzlösung“ findet man in dem folgenden Buch:

 

·         B. Nehrhoff von Holderberg: Dänische Südsee / Deutsche Ostsee (Th.Kettler-Verlag 2011, S.265-275).

 

Text: U.Beier

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