10.02.2013 Adiós Ecuador – Helau Colombia: Freya Hoffmeister unterwegs durch Ecuador und Kolumbien (363.-388. Fahrtentag) (Revier/Ausland)

 

Am 14. Januar 2013, ihrem 363. Fahrtentag, ließ Freya Hoffmeister auf ihrer „Kontinentaltour“ rund Südamerika ihr drittes Land hinter sich, nämlich nach Argentinien und Chile nunmehr Peru. Jedoch schon am 7. Februar 2013, ihrem 387. Fahrtentag, wechselte sie hinüber nach Kolumbien. Dazwischen lag Ecuador.

 

Nun ist auch Ecuador abgehakt

 

Für die 851 km lange ecuadorianische Küstenpassage benötigte sie 25 Fahrtentage, von denen sie insgesamt 20 Tage auf dem Wasser verbrachte. Im Schnitt hat sie also je Paddeltag 42,5 km (davon 9x mit über 50 km/Tag) zurückgelegt, und zwar mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,7 km/h (min. 3,9 km/h und max. 5,6 km/h).

 

Das Bemerkenswerte an dieser Tour war zum einen natürlich die Querung des Äquators am 29. Januar 2013, ihrem 378. Fahrtentag, und zum anderen der „Begleitschutz“ durch die ecuadorianische Navy bzw. Coastguard. Fast jeden Tag wurde sie zumindest für jeweils einige Stunden begleitet und von den 24 Nächten verbrachte sie zu ihrem eigenen Schutz 14 Nächte auf dem Gelände der Navy und 1 Nacht auf Einladung des Bürgermeisters von La Tola in einem Hotel.

 

Willkommen in Kolumbien

 

Nun hat sie schon ihren ersten Tag in Kolumbien hinter sich gebracht. Am 7.2.13 war sie um 6.40 Uhr in La Tola (Ecuador) gestartet. Zwischendurch gab es noch etwas Stress am Telefon; denn die versprochene Begleitung durch die kolumbianische „Guardia Costas“ ließ wohl etwas auf sich warten. Da sie weder über UKW-Sprechfunk noch Satelliten-Handy jemanden von der Navy erreichte, kontaktierte Freya ihren „Verbindungsmann“ in Dänemark, Peter Unold. Er bekam dann heraus, dass das Coastguard-Boot:

 

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da war, war nicht „hier“. Sie hatten sich unterwegs auf dem Meer einfach verpasst. Das ist nicht weiter verwunderlich; denn ein Abstand von 1-2 km reicht aus, um als „Women in black“ vom Dunst der Wasseroberfläche „verschluckt“ zu werden.

 

Als Freya ihr Tagespensum von 50 km überschritten hatte, passierte sie gerade das Cabo Manglares (Kolumbien). Es war 17 Uhr. Zum nächsten Ort, der weit im Hinterland an einem Fluss lag, wollte sie nicht mehr paddeln. Sie hätte dann gegen die Tide ankämpfen müssen. Außerdem gab es dort im Hafen keine Navy-Station. Was tun? Freya „enterte“ ihr Begleitschiff, ein offenes Boot mit einem kleinen Unterstand für die 4-köpfige Besatzung:

 

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… suchte sich im Freien auf Deck einen Koch- und Schlafplatz:

 

https://picasaweb.google.com/112133179186774955122/SouthAmericaSection2Stage12Colombia1EsmeraldasBoarderColombiaPanama?noredirect=1#5843397818154706306 (Koch- & Schlafplatz)

 

… und ging am nächsten Morgen, den 8.2.13, um 6.45 Uhr genau dort wieder von Bord, wo die „Jungs“ sie am Abend zuvor vom Wasser geholt hatten.

 

11 Stunden später landete Freya dann nach 51 km Paddelstrecke bei der Navy in Tumaco an:

 

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… erledigte die Einreiseformalitäten:

 

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… und besuchte – wohl als ihren ersten kulturellen Höhepunkt - mit ihren Begleitern von der „Guardia Costas“ den Karnevalsumzug, der natürlich auf dem Wasser stattfand:

 

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https://picasaweb.google.com/112133179186774955122/SouthAmericaSection2Stage12Colombia1EsmeraldasBoarderColombiaPanama?noredirect=1#5843399074266440498 (Karnevalsparade)

 

https://picasaweb.google.com/112133179186774955122/SouthAmericaSection2Stage12Colombia1EsmeraldasBoarderColombiaPanama?noredirect=1#5843399030461823170 („Schneewittchen“)

 

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„Be happy, don’t worry!?“

 

Ist ein Land, das so fröhlich Karneval feiern kann, wirklich so gefährlich? Auf der gerade in Hamburg stattfindenden Reisemesse meinte ein Reiseveranstalter, der Reisen durch Kolumbien anbietet, dass nur einzelne Regionen im östlichen Hinterland von Kolumbien gefährlich seien, nicht aber der ca. 900 km lange Küstenstreifen. Nun, spätestens Anfang März, wenn Freya die Grenze nach Panama überpaddeln wird, werden wir alle klüger sein. Zumindest deutet die Ansammlung von Schmuggler-Booten, die die Navy aufbrachte und in Tumaco an die Kette legte, an, dass es auf dem Wasser nicht immer ganz ungefährlich zugeht:

 

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Obwohl man das bei der Freundlichkeit der Leute an der Küste am liebsten verdrängen möchte:

 

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Freya

 

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setzt zumindest im Moment voll auf ihren “Begleitschutz” und deren “Kollegen” von der bewaffneten Zunft:

 

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Ausblick

 

Freyas Ziel ihrer 2. Etappe rund Südamerika ist Georgetown. Es liegt noch ca. 4.500 Paddel-Kilometer entfernt. Wenn sie weiterhin ihren Schnitt von ca. 42 km/Tag schafft und 7 von 10 Tagen in ihrem Seekajak sitzt, wird sie dieses Mal nicht schon wie im letzten Jahr Anfang Mai ihre Etappe beenden können, sondern erste Mitte Juli. Das bedeutet, dass Freya Hoffmeister ihren Sommerurlaub etwas kürzen muss, wenn sie Ende August 2013 ihre 3. und letzte Etappe antreten möchte, um – wie angekündigt - im Mai 2014 pünktlich zu ihrem 50sten Geburtstag (10.05.14) in Buenos Aires (Argentinien) die erste Umrundung von Südamerika mit einem Kajak beenden möchte.

 

Text: U.Beier

https://spreadsheets1.google.com/a/freyahoffmeister.com/spreadsheet/pub?hl=en_US&hl=en_US&key=0Au6UwfPB_va9dEFXMDFwTGswQXFBWlgzT2VNdTQxcUE&single=true&gid=0&output=html (Freyas Tourentabelle)

http://freyahoffmeister.com/2013/02/11/fri-0802-2013-day-388/ (Blogeintrag # 388)

http://freyahoffmeister.com/2013/02/12/sat-0902-2013-day-389/ (Blogeintrag #389)