05.04.2013 Unaufhaltsam wie eh und je: Freya Hoffmeister wieder in Kolumbien

(434.-443. Fahrtentag) (Revier/Ausland)

 

So, auch Panama (27.02.-26.03.13) kann nun Freya Hoffmeister abhaken. Insgesamt 720 panamesische Küstenkilometer hat sie in 28 Tagen zurückgelegt, davon 50 km Binnengewässer auf mittelamerikanischem Festland.

 

Die ersten Tag am Pazifik wurde sie noch von der Navy betreut & beschützt:

 

Nachtwache auf panamesisch:

https://picasaweb.google.com/112133179186774955122/SouthAmericaSection2Stage13PanamaBoarderColombiaPacificToBoarderColombiaCaribbean#5853849162435119682

 

Die meiste Zeit war sie jedoch auf sich allein gestellt und biwakierte – bis auf Panama-City – auf Inseln bzw. an einsamen Küstenabschnitten:

 

Biwak (Gajuala/Panama/Pazifik):

https://picasaweb.google.com/112133179186774955122/SouthAmericaSection2Stage13PanamaBoarderColombiaPacificToBoarderColombiaCaribbean#5853850485717887490

 

Biwak (Isla Corgido/Panama/Karibik):
https://picasaweb.google.com/112133179186774955122/SouthAmericaSection2Stage13PanamaBoarderColombiaPacificToBoarderColombiaCaribbean?noredirect=1#5860460543085497842

 

Ab ihrem 434. Fahrtentag - dem. 304. Paddeltag seit Buenos Aires (Argentinien) - befindet sie sich wieder auf kolumbianischem Gewässer und genießt die Vorteile „betreuten“ Küstenkanuwanderns: Bed & Breakfast Offshore, d.h. gekühlte, mückenfreie und schwimmende Halbpensions-Unterkunft weit draußen fernab von den Gefahren einer Zivilisation, wo wohl die meisten ums Überleben kämpfen und das aus den verschiedensten Blickrichtungen … Pech nur, dass Freya immer mal wieder beim Aufenthalt auf dem Dickschiff seekrank wird.

 

Oder anders ausgedrückt: Bis auf die erste Nacht in Kolumbien verbrachte Freya bislang alle Nächte auf einem Versorgungsschiff der Navy, das mal hier, mal da 10, 20 km vor der Küste ankerte.

 

Freyas Nachtquartier: „Cartagena de Indias“:

https://picasaweb.google.com/112133179186774955122/TheFriendlyHelpOfAllTheArmadasGuardacostasAndPrefecturasDeSouthAmerica?noredirect=1#5860515435505666738

 

Tagsüber war jedoch die Guardacostas für sie zuständig. Spät nachmittags (ca. 17 Uhr), wenn Freya meinte, genug gepaddelt zu haben (also so zwischen 50 und 60 km), winkt sie die Leute von der Guardacostas heran. Dann wurde sie samt Seekajak an Bord gehieft und ab ging es für 60 – 90 Minuten durch mehr oder weniger heftigen Seegang – manchmal eher fliegend als gleitend, aber nie verdrängend – zurück zum „Mutterschiff“, um dann am nächsten Tag früh am Morgen (ca. 7 Uhr) von der Guardacostas wieder dorthin zurück gebracht zu werden, wo sie am Tag zuvor abgeholt wurde.

 

Wie es scheint, wird die Navy Freya noch bis zur ca. 700 km entfernt liegenden Grenze Venezuelas begleiten:

 

Stillleben mit Freya, ihrer Back-up-Crew und ihrem „Dickschiff“:

https://picasaweb.google.com/112133179186774955122/TheFriendlyHelpOfAllTheArmadasGuardacostasAndPrefecturasDeSouthAmerica?noredirect=1#5863836670878211730

 

Ob die Navy ihr immer auch ein „Nachtquartier“ anbieten wird, steht noch nicht fest. Und ob’s immer nötig ist, können wir hier in Europa sicherlich nicht beurteilen. Hauptsache sie paddelt! Oder gibt es hier welche, die meinen, dass nur dann eine Umrundung zählt, wenn man die ganze Zeit autark unterwegs ist, d.h. keine fremde Hilfe (hier: Übernachtung, Ausrüstung, Verpflegung) und keine „Auszeit“ (hier: „Heimaturlaub“) in Anspruch nimmt.

 

Ja, gibt es denn den „autarken“ Küstenkanuwanderer überhaupt noch? Nun, für ein „verlängertes Wochenende“ sicherlich und auch noch für 4 bis 5 Wochen. Was aber darüber hinausgeht, ist wohl die Ausnahme, die es immer mal wieder gibt … letztlich weil unterwegs keiner anzutreffen ist, der einem Hilfe anbieten könnte. Z.B. trifft das für manche Arktiskajaker zu, insbesondere aber für die Ozeanüberquerer:

 

Franz Romer (Kanarische Inseln – Karibik in 58 Tagen (1928))

è www.kuestenkanuwandern.de/geschi/040408_c.html

 

Hannes Lindemann (Kanarische Inseln – Karibik in 72 Tagen (1956))

è www.kuestenkanuwandern.de/geschi/050406_a.html

 

Peter Bray (Neufundland – Irland in 75 Tagen (2001)

è http://www.kuestenkanuwandern.de/revier_a/020119.html

è www.seakayakermag.com/02Feb/atlantic01.htm

 

Ed Gillet (Kalifornien – Hawaii in 64 Tagen (1987)

è www.canoekayak.com/touring-kayak/gillet/

 

Andrew.McAuley (Tasmanien – Neuseeland in 30 Tagen (2007) (misslungen))

è www.kuestenkanuwandern.de/revier_a/070213.html

 

James Castrission & Justin Jones (Australien – Neuseeland in 62 Tagen (2007/2008)

è www.kuestenkanuwandern.de/geschi/080113.html

 

Aleksander Doba (Senegal – Brasilien in 98 Tagen (2010/2011)

è www.kuestenkanuwandern.de/geschi/110329.html

 

Gabor Rakonczay (Portugal – Kanarische Inseln – Karibik: 96 Tage (2011/12)

è www.kuestenkanuwandern.de/geschi/120327.html

 

aber sicherlich nicht für Oskar Speck (Deutschland – Australien: 50.000 km in 7 Jahren (1932-1939))

è www.kuestenkanuwandern.de/revier_a/110805.html

 

Text: Udo Beier

Link:

http://freyahoffmeister.com/freyas-blog/

www.kuestenkanuwandern.de/geschi/110307.html