04.12.2013 Glacier Bay (Revier/Ausland)

 

Im KAJAK-MAGAZIN berichtet Bruno Petroni in dem Beitrag:

 

„Glacier Bay. Im Kajak zu den kalbenden Gletschern“

 

über eine Tour auf der im Süden von Alaska liegenden Glacier Bay.

 

Der vier Seiten umfassende Bericht zeichnet sich durch viele Fotos (10 Bilder) und ½ Seite Text aus. Der eigentliche Textbeitrag kann auf der Homepage vom KAJAK-MAGAZIN nachgelesen werden:

 

www.kajak-magazin.com/index.php?option=com_content&view=article&id=744:glacier-bay-im-kajak-zu-den-kalbenden-gletschern&catid=69&Itemid=198&lang=de

 

Das ist ein Novum für eine kommerzielle Paddelzeitschrift. Insbesondere das öffentliche Fernsehen praktiziert ja so etwas schon seit Längerem, indem es in einem Sendebeitrag eine Kurz-Info bringt und dann interessierte „Seher & Hörer“ auf seine Homepage verweist, wo darüber ausführlichere Infos zu finden sind.

 

Mal sehen, ob das Schule macht und andere Magazine nachziehen werden. Eine solche Publikationspolitik ist nicht ohne Reiz, insbesondere bei den manchmal wenig spannend geschriebenen – häufig an „Schulaufsätze“ erinnernden - Tourenberichten. Der Leser schaut sich die Fotos und eine Kartenskizze an, die einen ersten Eindruck über die Tour und die Landschaft geben. Wenn es ihn interessiert, weil er vielleicht dort auch mal paddeln möchte, kann er den Bericht anschließend im Internet nachlesen.

 

Positiv hervorzuheben bei dieser Art von mehrkanaliger Veröffentlichung ist, dass das KAJAK-MAGAZIN zu jedem Foto einen mehrzeiligen Text bringt; denn nicht immer sprechen Fotos für sich. Negativ zu beurteilen ist jedoch, dass darauf verzichtet wird, den Foto-Beitrag wenigstens mit einer übersichtliche Kartenskizze zu ergänzen; denn was nützen die schönsten Fotos und der interessanteste Text, wenn nicht darüber informiert wird, wo auf dem Globus sich das Paddelrevier, über das berichtet wird, befindet und wie es rein topografisch aussieht. Erwartet etwa der Verlag, dass wir uns das selber googlen? Aber dann braucht er sich nicht zu wundern, wenn der Leser irgendwann, aber in nicht ganz ferner Zukunft ganz zum „Surfer“ wird und schließlich nur noch googlet, statt sich ein Magazin zu kaufen, in die Hand zu nehmen, durchzublättern und hier & da einen Beitrag zu lesen.

 

Text: Udo Beier

Quelle: KAJAK-MAGAZIN, Nr. 1/14, S.6.-9 – www.kajak-magazin.com