18.03.2015 Kreta per Faltboot … womit denn sonst? (Revier/Ausland)

 

Die etwa 260 km lange und zwischen 12 und 60 km breite griechische Insel Kreta (ca. 1.000 km Küstenlinie) stellt ein reizvolles wenn auch anspruchvolles Küstenkanuwanderrevier dar, welches jedoch ein etwas größeres Urlaubszeitbudget voraussetzt:

 

https://www.google.com/maps/@35.4038304,24.8362743,186145m/data=!3m1!1e3

 

Wolfgang Prause nahm die Herausforderung an; wobei zumindest ein Problem für ihn kaum ein Problem war: die Anreise von Personen & Boot; denn er wollte mit einem Zweier-Faltboot die Küste Kretas befahren und da bieten sich Bahn, Flugzeug & Bus als ideales „An- & Rückreisetransportmittel“ an.

 

Über seine Tour, die er mit Partnerin unternahm, berichtete er schon 2011 in KANU-SPORT, Heft Nr. 6, S.12-16. Der Titel seines Beitrags lautet:

 

„Mit dem Faltboot an Kretas Küste“

(Kissamos – entgegen dem Uhrzeigersinn – Koutsounari =ca. 345 km)

 

Gepaddelt sind sie im Monat Mai. Angereist wurde über Düsseldorf nach Iraklion (Kreta). Mit dem Fernbus ging es danach weiter in den Westen von Kreta nach Kissamos. Gestartet wurde vom etwa 4 km entfernt liegenden Zeltplatz Mithimna, den sie wohl mit dem Bootswagen erreichen konnten. (Halb)gerundet wurde entgegen dem Uhrzeigersinn. Übernachtet wurde u.a. auf der Halbinsel Tigani, im mal nähere mal weiter entfernt liegenden Sfinari, Elafonissos, Paleochora (Zeltplatz), Agia Roumeli (Samaria-Schlucht), Skaloti, Preveli, Matala (Zeltplatz) (4 Tage), Lendas, Cap Alikaporita und Tertsa. Die Tour endete 7 km hinter Iereapetra beim Zeltplatz in Koutsounari. Danach ging es dann mit dem Fernbus wieder zurück nach Iraklion.

 

Geplant war eigentlich, bis zum ca. 150 km entfernt liegenden Agios Nikolaos zu paddeln, aber die Gewässerbedingungen (öfters 6-8 Bft. Wind, 2 m brechende Wellen, Brandung) ließen es einfach nicht zu, in der vorgegebenen Zeit noch mehr Strecke zu paddeln. Immerhin haben die beiden ca. 345 km zurückgelegt und damit etwa ein Drittel der Küstenlinie Kretas befahren.

 

Der chronologische geschriebene Beitrag enthält eine Kartenskizze, Fotos und ein paar Kurzinfos. Navigiert wurde nach 2 Blättern einer Touristenkarten des Harmsverlags (Maßstab: 1.100.000).

 

Zusammenfassung: Udo Beier

 

Literatur:

Hebebrand,D., Kanuten auf Kreta, in: Kanu Sport 22/86, S.512-515.

Stüwe,J., Ein Kajakherbst (Kreta), in: Seekajak 43/94, S.33-42.

Glaas,W., Kreta, das Land der Winde (Entlang der Ostküste), in: Kanu Sport 10/01, S.4-8

Heinermann,M., Solopaddeltour mit einem Faltboot an der Südküste Kretas

(Paleochora - Matala), in: Seekajak 79/01, S.18-22.

Zicke,Chr., Traumziel Kreta. Die Mutter der griechischen Inseln per Seekajak erkunden (PaleochoraAgia Galini), in: Kajak-Magazin 4/11, S.34-39,

=> www.kuestenkanuwandern.de/revier_a/141130.html

Erdmann,N., Kreta Anno Dazumal. Küstenwandern vor 25 Jahren (AfrataSougia),

in: Kanu-Magazin 2/15, S.66-71

Jepsen,J., Reif für die Insel? (Kreta) (u.a. Windverhältnisse), in: Yacht 21/07, S.24-31,

=> www.kuestenkanuwandern.de/revier_a/071002_b.html

N.N., Ab in den Süden (u.a. Wind & Wetter am Mittelmeer), in: Yacht 3/11, S.26-47,

=> www.kuestenkanuwandern.de/revier_a/110119.html