01.07.2002 DKV-Kanu-Station "Hilligenley" (Revier/D)

Auf Initiative der Landes-Kanu-Verbände Bremen und Schleswig-Holstein ist neben der Warft "Hilligenley" auf der Hallig Langeneß (Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer) eine DKV-Kanu-Station eingerichtet worden. Es handelt sich um die erst Station dieser Art im Wattenmeer der Deutschen Bucht. Sie befindet sich ganz im Westen von Langeneß auf ihrer Südseite zwischen der westlichestem Warft, der "Rixwarft" (neben Fähranleger), und der etwas östlicher gelegenen Warft "Hilligenley" auf einer Watt-Wiese, die bei sehr hoch auflaufender Springtide durchaus mal vom Salzwasser überspült werden kann.

Der kürzeste Weg zur DKV-Kanu-Station führt über den kleinen Fährhafen Schlüttsiel (ca. 18 km). Erreicht man "Hilligenley", so landet man je nach Tidenstand in der Bucht zwischen der Warft "Hilligenley" und dem Fähranleger an. Ist jedoch die Wattfläche schon zu weit trocken gefallen bzw. zu schlickig, sollte man vorne an der Buhne westlich vom Anleger aussteigen und die Kajaks über die Steinpackungen nach oben auf den Teerweg tragen und dann von dort per Bootswagen zur Wattwiese rollern. Die Zelte sind zwischen Sommerdeich und Uferbefestigung so aufzubauen, dass man den dort blühenden Strandflieder nicht platt macht. Anschließend meldet man sich beim Gastwirt von Hilligenley an, entrichtet seinen Obulus und genießt - sofern Freitag Abend ist - das wirklich empfehlenswerte Grillbuffett.

Die DKV-Kanu-Station dient als Anlaufpunkt für das Küstenkanuwandern in dieser Region und soll zur"Lenkung" beitragen, d.h. die Kanuten dorthin führen, wo wir am wenigsten stören, und zwar weder die Natur und die Einheimischen noch die ruhesuchenden Hallig-Gäste, und wo wir aber dennoch die Halligwelt so erleben und bewundern können, wie sie wirklich ist.

Trotz der relativ geschützten Lage des Anfahrtsweges von Schlüttsiel nach Langeneß sollten jedoch diese Tour zur DKV-Kanu-Station nur seetüchtige Kanuten in seetüchtigen Kajaks unternehmen, und zwar möglichst mit revierkundigen Kameraden. Hat man etwas mehr Zeit als ein Wochenende, kann man noch die Hallig Oland (mit Übernachtungsmöglichkeit), die Hallig Hooge (mit Übernachtungsmöglichkeit), die Hallig Gröde (jedoch ohne Übernachtungsmöglichkeit), den Japsand (Trittstein, jedoch ohne Übernachtungsmöglichkeit), die Insel Armum (mit Übernachtungsmöglichkeit) und die Insel Föhr (ohne echte Übernachtungsmöglichkeit) anlaufen und u.U. am Fährhafen Dagebüll die Tour beenden.

Weitere Infos über die Übernachtungsmöglichkeiten, Pausenplätze und Trittsteine findet man auf der DKV-Homepage unter:

www.kanu.de/spezial/kuestenpaddeln/uen_nordsee.pdf

Infos über Ebbe & Flut, Strömung und Seewetter findet man auf der Homepage des DKV-Referenten für Küstenkanuwandern:

www.kuestenkanuwandern.de

und zwar unter den folgenden Links:

"Aktuelle Gezeitenangaben-Online"

"Aktuelle Stromangaben-Online"

"Aktuelle Seewetterangaben-Online"