04.08.2012 Seekajakertreffen im Halligmeer (Revier/Inland)

 

Paddeln im Allgemeinen trägt – nicht nur, aber auch - zur Geselligkeit bei … und Küstenkanuwandern im Besonderen erst recht; denn die Gefahren, mit denen man auf dem Meer konfrontiert wird, schweißen & schmeißen einen – ähnlich wie beim Wildwasserpaddeln – zusammen. Ja, das ist wohl auch der Grund, warum sich einmal im Jahr die Mitglieder der Salzwasserunion e.V. (SaU) für eine Woche am oder auf dem Meer treffen, um gemeinsam zu paddeln, zu klönen, zu diskutieren und zu demonstrieren, wie leistungsfähig sie mit ihre schlanken Seekajaks eigentlich sind.

 

Letztes Jahr trafen sie sich in Wismar (Ostsee)  beim TSG Wismar e.V. und dieses Jahr auf Hallig Hooge (nordfriesisches Wattenmeer) (27.07.-05.08.12) beim HSC Hooge e.V. Im regionalen NDR-Fernsehen („SCHLESWIG-HOLSTEIN MAGAZIN“) wurde darüber am 30.07.12 berichtet:

 

è http://www.ndr.de/mediathek/index.html?media=shmag16895 > (Mediathek starten)

 

und auch im „NORDFRIESLAND TAGEBLATT“ (03.08.12). Swantje Paprotta verfasste dort über diese „Seekajakwoche“ einen ausführlichen Beitrag:

 

„Eine Hallig im Paddelfieber“

 

der im Internet nachzulesen ist:

 

è http://www.shz.de/nachrichten/lokales/nordfriesland-tageblatt/artikeldetails/artikel/eine-hallig-im-paddelfieber.html

 

Dort findet man auch die Meldung, dass der 1. Vorsitzender der SaU Hakola Dippel von Schlüttsiel nach Hallig Hooge mit einem „Umiak“ anzureisen versuchte. Bei dem „Umiak“ handelt es sich um ein langes offenes Ruderboot (zusammengehalten von Spanten, Leisten und Stoff), welches von den Inuits früher als Transportboot benutzt wurde. Die damaligen „Umiaks“ waren zwischen 6,30x1,46 m und 10,42x2,45 m groß und hatten einen Tiefgang von 0,45 bis 0,69 m. Laut Zeitungsbericht soll Hakolas „Umiak“ 5,50 m lang sein. Zumindest zeigte es sich, dass nicht alles, was von den Inuits stammt, auf allen Meeren seegangs- und kentertüchtig ist. Hakolas „Umiak“ lief nämlich unterwegs auf der ca. 20 km Strecke hinüber nach Hallig Hooge im Seegang innerhalb von Minuten voll Wasser. Dank wasserdichter Gepäcksäcke ging es jedoch nicht unter, sondern trieb - wenn auch nur knapp - an der Wasseroberfläche. Dank UKW-Handsprechfunkgerät konnte der einheimische Postschiffer Fiede Nissen (zugleich Bürgermeister von Hallig Langeneß/Oland) herbeigerufen werden, der dann alles auffischte, was nicht untergegangen war.

 

Ja, da sieht man mal wieder, dass für uns Küstenkanuwanderer eine „Hand breit Wasser unterm Kiel“ nicht so wichtig ist, wie eine „Hand breit Luft unterm Kinn“!

 

Text: Udo Beier

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