22.08.2012 … und noch ’ne 3-Tages-Rundtour im Osten (Hiddensee) (Revier/Inland)

 

Nach der Rundtour vom KSV Wolgast über Insel Ruden, Rügen, Greifswalder Oie, Zempin (Usedom) und Achterwasser zurück zum KSV Wolgast (ca. 96 km in 3 Tagen):

 

è http://forum.kanu.de/showthread.php?t=6324 > Posting #4

 

möchte ich folgende ca. 72 km lange 3-Tages-Tour rund Hiddensee vorstellen. Gero Meinen vom Berliner TKV hatte sie Anfang Oktober 2011 angeboten, wahrscheinlich von dem Wunsch beeinflusst, diese interessante Passage im Westen von Rügen mal nicht in einem einzigen Tag zurücklegen zu müssen (zu denken ist hier an den jährlich im Juni vom Stralsunder Kanu-Club veranstaltetem „Hiddenseemarathon“):

 

=> http://zirpelspinner.me/2012/06/

 

Auf Gero’s 3-Tages-Tour durfte ich freundlicherweise dabei sein.

 

Die Tour beginnt und endet beim Stralsunder KC.

 

  1. Tag: Stralsunder KC – Barhöft (Hafen; Ausstieg am östlichen Sandstrand, Zelten nach Absprache mit dem Hafenmeister auf der dahinter liegenden Wiese) = ca. 14 km
  2. Tag: Barhöft – östlich an „Der Bock“ vorbei – Seeseite Hiddensee bis hinauf zum Dornbusch (20 km) – Schaprode (Zeltplatz „Am Schaproder Bodden“) = ca. 35 km
  3. Tag: Schaprode – Stralsunder KC = ca. 23 km

 

Diese Tour ist nur etwas für seetüchtige Küstenkanuwanderinnen und –wanderer. Spätestens ab 5 Bft. (è „frischer“ Wind) beginnt es, schwierig zu werden (SSG III), und spätestens ab einem 4er Wind aus westlicher Richtung (NW – SW) dürften entlang der Seeseite von Hiddensee Brandungsbedingungen herrschen, die entsprechende Seegangstüchtigkeit voraussetzen.

 

Mit Ausnahme der Seeseite von Hiddensee wurde überwiegend entlang der Fahrwasser gepaddelt; denn nur so kann man verhindern, in eines der vielen Flachwasserbereiche, die zumeist auch als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind, zu geraten.

 

Die 2. Tagesetappe begann bei Nebel, genauer „Strahlungsnebel“ (= „Bodennebel“). Kein Wunder; denn die Nacht zuvor war sternenklar und schwachwindig, sodass die feucht-warme Luft über Nacht am Boden abkühlen und kondensieren konnte. Die Sonne löste ihn aber bald wieder auf und die einsetzende Morgenbrise ließ ihn verdriften. Beeindruckend war es zu erleben, wie die Kraniche durch die Nebelschwaden flogen. Meist hörte man sie nur, doch manchmal tauchten sie urplötzlich aus den Nebelschwaden auf, um danach sofort wieder vom Nebel verschluckt zu werden.

 

Zur Navigation bietet sich das Kartenmaterial von JÜBERMANN an, und zwar:

 

(Maßstab: 1:75.000), Blatt Nr. 36+35+38+36.

 

Wenn man sich diese DIN A4-Blätter auf DIN A3 vergrößern, als Farbkopie ausdrucken und anschließend einlaminieren lässt, müsste man unterwegs stets über den Tourenverlauf im Bilde sein, sofern man diese Laminate auf dem Kartendeck oder der Spritzdecke unterbringen kann.

 

Und wer mehr über „Rund Hiddensee“ erfahren möchte, der findet hierüber etwas in dem folgenden Buch:

 

·         B. Nehrhoff von Holderberg: Dänische Südsee / Deutsche Ostsee (Th.Kettler-Verlag 2011, S.235-246).

 

Text: U.Beier

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