19.10.2012 Rund Rügen in 7 Tagen (Revier/Inland)

 

Im SEEKAJAK berichtet Niko Tessin in dem Beitrag:

 

Rügen im Uhrzeigersinn

 

über eine Solo-Umrundung dieser größten und abwechslungsreichsten Insel Deutschlands.

 

Seine ganze Familie war irgendwie eingebunden und dennoch war es ein untypischer – auf 10 Tage angesetzter – Familien-Urlaub auf Rügen. Das Kind verbrachte die Zeit nahe des Startortes auf einem Ponyhof. Die Frau umrundete mit dem Fahrrad die Insel und der Mann begleitete sie mit seinem „Nordkapp“ aus PE.

 

Die 211 km lange Tour begann vom Zeltplatz in Schaprode und führte - wegen des stärkeren westlichen Windes und den unweigerlich damit verbundenen Brandungsbedingungen auf den letzten 20 km bis Kap Arkona  - nicht außen um’s Kap herum, sondern „binnen“ durch die Bodden nach Breege/Juliusruh. Übernachtet wurde auf dem im Inland liegenden Zeltplatz „Am Wasser“. (23 km)

 

Am 2. Tag wurde auf der Ostsee ein Abstecher zum Kap Arkona und retour zum Zeltplatz unternommen. (20 km).

 

Am nächsten Tag ging es wieder auf Strecke vorbei an Glowe  hinüber zum kleinen Hafen von Lohme mit Übernachtungsmöglichkeit auf dem Hafengelände, jedoch nicht im Zelt sondern in der Dachkammer des Hafenmeisterhauses. (18 km)

 

Dann folgte die 4. Etappe entlang der Kreidefelsen, vorbei an Sassnitz bis nach Prora. Übernachtet wurde auf dem Zeltplatz des Bundeswehr-Sozialwerkes (Soll vom Wasser aus zu sehen sein. Wanderer sind willkommen.) (30 km)

 

Am 5. Tag wurde über Binz, Sellin und Göhren, vorbei an Lobbe hinein in den Zickersee zum Hafen von Thiessow gepaddelt, kurz vor Schluss bei 150 Welle. Gezeltet wurde am nahen Zeltplatz „Oase“. (30 km).

 

Nach zwei Tagen windbedingter Zwangspause ging es am 6. Paddeltag schon vor 8 Uhr aufs Wasser; denn das Ziel Altefähr (gegenüber von Stralsund) war 60 km entfernt. Nach 30 km ging es vorbei am Zeltplatz „Pritzwald“, der auf der Halbinsel Zudar liegt. Zuvor wurde die Insel Vilm passiert und danach Palmer Ort und die Fähre Glewitz – Stahlbrode. 13 Std. später landete er im angepeilt Hafen an und „verdrückte“ sich auf einer nahen Wiese. (60 km)

 

Der letzte und 7. Paddeltag ging vorbei an der Insel Umanz zurück zum Startort Schaprode. (30 km).

 

Der Beitrag ist wie ein Tagebuch geschrieben. Mit 11 Seiten ist er jedoch etwas lang geraten (Früher hatte mal die SEEKAJAK-Redaktion beschlossen, dass kein Beitrag länger als 6 Seiten sein sollte!?) Aber er ist informativ geschrieben und zumindest für jemanden, der das auch schon mal gepaddelt ist, kurzweilig zu lesen. Dafür enthält er 17 Fotos (leider in s/w), 1 Kartenskizze und 2 Seiten „Kurz-Infos“ über Zeltplätze; Wetter, Wind & Welle und Karte.

 

Zur Navigation wurde übrigens auf die Karten Nr. 38, 39, 40, 41, 42, 37 und 36 (Maßstab 1:75.000) zurückgegriffen, die in JÜBERMANNs „Tourenatlas Wasserwandern, Nr. 6: Mecklenburg-Vorpommern“ (Neuauflage soll im Herbst erscheinen) zu finden sind. Ich hatte bei meiner Tour die Karten auf DIN A3 vergrößert (Farbkopie) und einlaminiert. Denn die Originalkartenkopien sind einfach zu klein, um sie bei Wind & Seegang ohne Verlustgefahr auf dem Kartendeck zu transportieren.

 

Zusammenfassung: U.Beier

Quelle: SEEKAJAK, Nr. 132/12, S.64-74 – www.salzwasserunion.de