19.07.2004 Jetstream und Zugbahn von Tiefdruckgebieten (Wetter)

 

Im HAMBURGER ABENDBLATT wird in dem Beitrag:

 

„Jetstream sorgt für Regen-Sommer“

 

über den Einfluss der Jetstreams auf die Zugrichtung von Tiefdruckgebieten berichtet:

 

Ursache für den bislang verregneten Sommer ist der Jetstream, eine bis zu 300 km/h starke Luftströmung, die in 5.000 m Höhe von West nach Ost strömt. Der Jetstream ist lt. Auskunft des Kieler Klimaforschers M. Latif  „sozusagen die Autobahn für Tiefdruckgebiete. Und wenn sich dieser Jetstream genau über Deutschland festsetzt, bedeutet dies, dass alle Tiefs bei uns durchrauschen. Das ist leider in diesem Jahr passiert.

 

Im vergangenen Jahr 2003 strömte der Jetstream weiter nördlich, so dass die die Tiefs ebenfalls nach Norden auswichen und Deutschland dadurch unter Hochdruckeinfluss geriet.

 

Für die persönlich erstellte Wetterprognose eine Küstenkanuwanderers ist es also nicht nur wichtig zu wissen, dass:

 

 

Sondern es ist auch hilfreich zu wissen, dass die Zugbahn der Tiefs zumindest in unserer Region darüber entscheidet, ob sich ein Hoch bei uns festsetzen kann oder nicht. Bei Kenntnis der Lage des Jetstreams könnte man eine genauere Prognose über die Zugbahn der Tiefdruckgebiete erstellen. Leider können wir dies dem Seewetterbericht nicht entnehmen. Stattdessen werden gleich – die nicht weniger wichtigen, da und auf der Analyse der Jetstreams basierenden  – Infos über zu erwartende die Zugrichtung der Tiefs und Hochs gebracht.

 

Text: Udo Beier

Quelle: HAMBURGER ABENDBLATT v. 19.07.04 – www.abendblatt.de