21.07.2004 Windsysteme im Mittelmeergebiet (Wetter)

 

Im Seekajakforum.de wird auf die Homepage von Swisswetter.ch verwiesen, in der knapp 60 im Mittelmeer auftretende Winderscheinungen kurz erläutert werden, und zwar beginnend mit:

 

Ein kalter Fallwind an der Dalmatinischen Küste im Winter, wenn kalte Kontinentalluft die Adria erreicht. Sie ist sehr stürmisch und böig. Die Böen erreichen manchmal 100 Knoten. Man unterscheidet zwischen zyklonaler (Tiefdruck) Bora (bora scura = schwarze Bora) mit Wolken und Regen sowie antizyklonaler (Hochdruck) Bora (bora chiara = weiße Bora). Die antizyklonale Bora ist an der Küste sehr intensiv, erstreckt sich aber nur über eine kurze Distanz auf See hinaus. Die kritische Geländeneigung für das Auftreten von Bora liebt bei 1:100.

Auf Istrien wird sie auch als Quarnero, Kvarner bezeichnet, und zwar nach dem Quarnero Golf benannt, in dem die Bora am heftigsten weht.

Die heftigen Kaltluftböen der Bora werden auf Istrien auch als Refoli bezeichnet.

 

über:

 

Ein starker bis stürmischer, böiger und kalter Nord- bis Nordwestwind, der durch das Rhonetal oder die Garonne-Carcassone-Senke auf den Golf de Lyon vorstößt. Er entsteht bei einer Tiefdruckentwicklung über dem Golf von Genua oder dem Tyrrhenischen Meer, wenn sich gleichzeitig ein Hoch von Westen nähert. Am häufigsten und stärksten ist er im Winter und Frühling. Er kann mitunter tagelang wehen.

In Katalonien, Narbonne und in Teilen der Provence wird der Mistral auch als Cers bezeichnet. Er ist im Winter kalt, im Sommer warm. Die Böen erreichen oft 10 Bft. Der Himmel ist fast immer klar und die Luft relativ trocken.

Ein ähnlicher nördlicher Wind im unteren Ebrotal (Spanien) wird Cierzo genannt.

Ein mistralähnlicher Nordostwind an der frz. Mittelmeerküste wird bezeichnet als Les Respos und ein in Nordwestspanien als Tramuntana.

 

 

und endend mit:

 

Ein warmer Süd- oder Südostwind auf der Vorderseite von Tiefdruckgtebieten. Die Luft kommt dabei aus der Sahara und ist als Wüstenwind zunächst trocken und staubig. Über dem Mittelmeer nimmt die Feuchte zu, so dass im nördlichen Mittelmeerraum bei Schirokkolagen Regen oder Nebel auftreten kann.

Auf Sardinien wird er auch als Maledetto Levante („verdammter Ostwind“) bezeichnet.

Im Ebrotal wird in schwüler Wind, bzw. generell schwüles Wetter als Bochorno bezeichnet. Es handelt sich meist um eine Sciroccolage.

 

 

Link: www.swisswetter.ch/Wetterlexikon-windsysteme.htm